Die Straße mit Zukunft

Wo seit seiner Erfindung das Automobil die Straße beherrscht, erobern wir sie der Corso Leopold für die Bürger zurück. Im Jahr 2000 hieß das Aufbruchsmotto: Mobil ohne Auto. Seitdem flanierten zweimal im Jahr bis zu 500.000 Flaneure an je einem Wochenende im Juni und September über Schwabings Kunstmeile.  Das war und das ist wieder der Corso Leopold. Auf einer Strecke von 1,3 km zwischen Siegestor und Münchner Freiheit gehört die Straße Kunst und Kultur. 

2019 schrieb der Veranstalter: Wir kommen aus der Autozeit. 2021 sagen wir: Wir kommen aus der Auszeit.

Nun gibt es das wieder: Musik aus aller Welt, Malerei, Theater, Kleinkunst, internationale Kulturen, Kulinarik, Kunsthandwerk, die Münchner Politik, Ausstellungen, Diskussionsveranstaltungen und Vereine . Sie alle definieren die Münchner Melange der Straßenkultur. 

Flaneure, lasst Euch inspirieren! Staunt, genießt das neue Miteinander, Kunst und Kultur, Schwabing, wie es lebt.

Da ist eine Straße und kein Auto! Da ist der Corso: So hat die Straße Zukunft !

#corsoleopold

Grußwort der Vorsitzenden des Corso Leopold e.V. (2021)

Ekkehard Pascoe

Liebe Corsaren,

2019 schrieb ich: Wir kommen aus der Autozeit.

2021 schreibe ich: Wir kommen aus der Auszeit.

Nun also wieder: Corso Leopold

Wir, die Veranstalter, zeigen seit dem Jahr 2000 immer neue Utopien in der Stadt, für die Stadt auf. Wir waren - und sind es nun wieder - die ersten, die beweisen, dass eine städtische Magistrale ohne Autos erlebbar ist. Wir sind zum Wegbereiter, einem Baustein der urbanen Zukunft geworden. Der Corso Leopold verwandelt die Straße in eine Lebenswelt. Die Bürger werden zu Flaneuren. Sie  entdecken eine gesellschaftliche Utopien auf dem Corso. 

CorsoMagie

Von Beginn an ist es uns immer wieder gelungen zu demonstrieren, was Schwabing ist. Seinen Ruf als berühmtester Stadtteil Deutschlands haben ihm Künstler und Kulturschaffende verschafft. Nun hat die Pandemie ihnen, den Künstlern und Kulturschaffenden schwer geschadet. Mit ihnen zusammen wollen nun wir einen Neuanfang wagen, indem wir an Bewährtes anschließen, aber viel Neues wagen. Bier und Würste sind geblieben, aber die Kunst muss wieder neu anfangen. Das ist der Zweck der Veranstaltung. Die Autos sind weg, die Kunst ist wieder da. 

Wir honorieren die Künstler nach allen unseren Möglichkeiten. Der Veranstalter, der Corso Leopold e.V., ist ein  gemeinnütziger Verein ohne Gewinnabsicht. Er leitet nach Abzug der  - enormen Kosten alle Überschüsse an die Künstler und Kulturschaffenden weiter. Sie haben es bitter nötig. 

Für die Bürger ist der gesamte Kunstgenuss: Gratis. Dafür danken wir dem Kulturreferat der Stadt München, dem Bezirksausschuss 12 und natürlich all unseren Sponsoren, auf die wir gerne hinweisen. Und klar ist, dass jede Wurst, die verzehrt, und jedes Bier, das obagschwoabt wird, eine kleine Kulturabgabe enthält. Also zulangen! Die Durststrecke war lang und fürchterlich.

Ws es neues gibt, stellen wir auf unseren Programmplätzen vor. Da gibt es ein neues Verständnis des Glaubens (Kreis der Religionen), ein neues Verständnis für die Stadtplanung im Zeichen des Klimaschutzes mit neuen Formen des politischen Diskurses (Meile der Demokratie) , es gibt neue Strömungen in der Gesellschaft (Infostände), neue künstlerische Darstellungsformen (Forum der Kunst, Galerie der Augenblicke), neue Texte der Schwabinger Kunstpreis-Träger, Neues und vieles andere.

Diese Straße ist nun nicht mehr ein gefährlicher, stinkender, lärmender und qualmender Ort. Die Utopie der autogerechten Stadt hat sich ausgelebt. Wie es danach weiter geht, das zeigen wir. Und welche Gelegenheit für einen Neuanfang wäre günstiger als nun auf den Corso Leopold zu gehen und die Zukunft der Stadt zu erleben? 

Vorwärts gehen und zusammenhalten. Wer Wege in die Vergangenheit sucht, wie die Rechtspopulisten, bleibt wie bei uns üblich draußen. 

Wir kommen aus der Auszeit!

Lars Mentrup und Ekke Pascoe

Mit dem Corso Team

Aktuelles vom Corso Leopold

Das war's im September 2019:

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